INNSBRUCK – Am Hohen Frauentag, dem 15. August 2026, wurden in Innsbruck traditionsgemäß verdiente Persönlichkeiten aus Tirol und Südtirol für ihren außergewöhnlichen Einsatz im Dienste der Gemeinschaft ausgezeichnet.
„Für den Südtiroler Schützenbund war der diesjährige Festakt mit einer besonderen Freude verbunden: Nach neun Jahren befand sich endlich wieder ein Südtiroler Schützenkamerad unter den Geehrten“, so Landeskommandant Christoph Schmid.
Der Festtag begann mit einem Landesüblichen Empfang vor der Kaiserlichen Hofburg zu Innsbruck. Im Anschluss erfolgte die Kranzniederlegung am Grabmal des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer in der Hofkirche. Gemeinsam mit den Ehrengästen und Abordnungen der Tiroler Traditionsverbände nahm auch eine Abordnung des Südtiroler Schützenbundes mit der Bundesfahne an den Feierlichkeiten teil. Nach dem Festgottesdienst fand der feierliche Festakt im Riesensaal der Kaiserlichen Hofburg statt.
Dort zeichneten Tirols Landeshauptmann Anton Mattle und Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher verdiente Bürger aus beiden Landesteilen aus. Insgesamt wurden heuer 46 Verdienstkreuze und 140 Verdienstmedaillen des Landes Tirol verliehen. Der Hohe Frauentag stand dabei ganz im Zeichen des von Tirol ausgerufenen „Jahres des Ehrenamts“ und damit jener Menschen, die oftmals über Jahrzehnte hinweg Verantwortung für ihre Mitmenschen, für Vereine, Kultur, Brauchtum und das gesellschaftliche Leben übernehmen.
Nach neun Jahren wieder ein Südtiroler Schütze geehrt
Besonders erfreulich war aus Sicht des Südtiroler Schützenbundes, dass sich nach neun Jahren erstmals wieder ein Schützenkamerad aus den Reihen des SSB unter den Ausgezeichneten befand.
Adolf Unterthurner (75), langjähriger Hauptmann und heutiger Ehrenhauptmann der Schützenkompanie St. Martin in Passeier, wurde mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol für „seine Verdienste um das Gemeinschaftsleben in St. Martin in Passeier“ ausgezeichnet.
Über viele Jahre hinweg stellte Adolf Unterthurner seine Zeit und Kraft in den Dienst seiner Heimatgemeinde. Neben seinem langjährigen Wirken im Schützenwesen engagierte er sich auch in weiteren Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, unter anderem bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie im Pfarrgemeinderat. Sein Einsatz steht beispielhaft für jene stille, selbstverständliche und beständige ehrenamtliche Arbeit, ohne die das Leben in unseren Dörfern und Gemeinden um vieles ärmer wäre.
Gerade deshalb verbindet der Südtiroler Schützenbund mit der diesjährigen Auszeichnung auch die Hoffnung, dass verdiente Persönlichkeiten aus dem Schützenwesen künftig wieder regelmäßiger jene öffentliche Anerkennung erfahren, die ihrem jahrzehntelangen Einsatz entspricht. An geeigneten Persönlichkeiten mangelt es jedenfalls nicht. Seit Jahren werden verdiente Vertreter des Schützenwesens für entsprechende Ehrungen vorgeschlagen – bislang jedoch ohne Berücksichtigung.
„Wenn am Hohen Frauentag zu Recht die Bedeutung des Ehrenamtes hervorgehoben wird, sollte sich diese Wertschätzung auch in der Vergabe der vorgesehenen Auszeichnungen widerspiegeln. Denn Verdienst verliert nicht dadurch an Wert, dass seine Anerkennung Jahr für Jahr ausbleibt“, so der Landeskommandant.
Der Südtiroler Schützenbund gratuliert allen Geehrten herzlich zu ihren Auszeichnungen und dankt ihnen für ihren Einsatz im Dienste der Gemeinschaft.
Ein ganz besonderer Glückwunsch gilt dem Ehrenhauptmann Adolf Unterthurner. Möge ihm diese hohe Auszeichnung Dank und Anerkennung für viele Jahrzehnte gelebter Verantwortung, Kameradschaft und Treue zur Heimat sein.