AICHA – Rund 120 Jungschützen und Jungmarketenderinnen sowie ihre Betreuer aus ganz Südtirol verbrachten vier abwechslungsreiche Tage beim diesjährigen landesweiten Jungschützen-Zeltlager in Aicha.
Unter dem Motto „Geschichte zum (Be-)Greifen nah“ erwartete die Teilnehmer ein spannendes Programm, das Geschichte, Natur, Teamgeist und Gemeinschaft auf eindrucksvolle Weise miteinander verband.
Bereits am Donnerstag begann das Abenteuer mit dem Hissen der Lagerfahne und dem gemeinsamen Aufbau der Zelte. Am Abend stand ein besonderer Höhepunkt auf dem Programm: die Wanderung zur Bunkeranlage Ochsenbühel. Ausgerüstet mit Taschenlampen erkundeten die Kinder und Jugendlichen die weitläufige, über mehrere Stockwerke reichende Anlage. Die dunklen Gänge sorgten für jede Menge Spannung und machten den Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Der Freitag begann mit einem historischen Programmpunkt. Am Vormittag besichtigten die Teilnehmer die beeindruckende Festung Franzensfeste. Das weitläufige Bauwerk verlangte den Kindern und Jugendlichen einiges ab – insbesondere der Aufstieg über rund 450 Stufen durch einen unterirdischen Tunnel bis zum höchstgelegenen Teil der Festungsanlage.
Nach einer stärkenden Mittagspause warteten bereits die nächsten Herausforderungen. Die Bergrettung Brixen hatte mehrere spannende Stationen vorbereitet, an denen die Kinder Wissenswertes über Sicherheit und richtiges Verhalten in den Bergen erfuhren. Spielerisch und praxisnah vermittelten die Einsatzkräfte wichtige Hinweise für einen sicheren Aufenthalt in der Natur.
Am Samstag verwandelte sich ganz Aicha in das Spielfeld einer großen Schnitzeljagd. An den verschiedenen Stationen waren Geschicklichkeit, Köpfchen und vor allem Teamarbeit gefragt.
Für große Begeisterung sorgte am Abend ein besonderer Überraschungsbesuch: Philipp Burger, Sänger der Band Frei.Wild, und Christian Heiss, Gitarrist der Band Unantastbar, nahmen sich viel Zeit für die jungen Teilnehmer. Durch den Abend führte Alfred E. Mair. Die Kinder und Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, den Musikern zahlreiche Fragen zu stellen, bevor gemeinsam musiziert und gesungen wurde. Ein besonderes Erlebnis, das den Teilnehmern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Am Sonntagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach dem gemeinsamen Aufräumen des Zeltplatzes feierten alle Teilnehmer die Heilige Messe, die von Pfarrer Michael Bachmann zelebriert wurde. Anschließend fand die Preisverteilung der Schnitzeljagd statt, bei der sich alle Jungschützen über attraktive Preise freuen durften. Den feierlichen Abschluss bildete das Einholen der Lagerfahne vor den Augen aller Anwesenden.
Die Organisatoren ziehen ein rundum positives Fazit und bedanken sich herzlich bei allen Sponsoren, Unterstützern und den zahlreichen freiwilligen Helfern. Ihr Einsatz machte das Zeltlager zu einem gelungenen Gemeinschaftserlebnis, das den Kindern und Jugendlichen noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.