INNSBRUCK – Am 15. August begeht Tirol traditionell den Hohen Frauentag, der seit 1959 als offizieller Landesfeiertag gilt. Die Tiroler Landesregierung hatte damals, 150 Jahre nach den Freiheitskämpfen am Bergisel, den Feiertag Mariä Himmelfahrt zum Symboltag des Dankes und der Wertschätzung für das Land und seine Menschen erklärt.
Die diesjährige Landesfeier wurde wie gewohnt mit einem feierlichen Landesüblichen Empfang eröffnet. Anschließend folgte die Kranzniederlegung am Grabmal des Freiheitskämpfers Andreas Hofer in der Innsbrucker Hofkirche. Den geistlichen Höhepunkt bildete die Festmesse in der Jesuitenkirche, die von Schützenkurat Prälat MMag. Leopold Baumberger, Abt des Stiftes Wilten, zelebriert wurde.
Besonders sichtbar war die starke Präsenz der Tiroler Schützenbünde aus Nord- und Osttirol, Südtirol und Welschtirol, die mit ihren Bundesfahnen und den jeweiligen Landeskommandanten – Mjr. Christoph Schmid (Südtirol), Mjr. Enzo Cestari (Welschtirol) und Mjr. Thomas Saurer (Nord- und Osttirol) – ein eindrucksvolles Zeichen der Verbundenheit setzten.
Im Anschluss an die kirchlichen Feierlichkeiten fand in der Innsbrucker Hofburg die Verleihung der Verdienst- und Lebensretter-Medaillen des Landes Tirol statt. Mit dieser hohen Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, die sich durch besonderen Einsatz um das Land Tirol und die Gesellschaft verdient gemacht haben.
Landeskommandant Christoph Schmid betonte dabei:
Im Namen des Südtiroler Schützenbundes gratulieren wir allen, die heute in Innsbruck mit der Verdienst- oder Lebensretter-Medaille geehrt wurden – für ihren selbstlosen Einsatz für die Heimat! Es wäre aber wünschenswert, wenn nach vielen Jahren auch wieder ein Südtiroler Schütze diese hohe Auszeichnung erhält – als Anerkennung für jene, die sich Tag für Tag mit Herz und Tatkraft für unsere Heimat einsetzen.“
So wurde der Hohe Frauentag 2025 nicht nur als kirchliches Hochfest, sondern auch als ein Tag des gemeinsamen Tiroler Gedenkens, der Dankbarkeit und der Zusammengehörigkeit begangen.