LADIS – Die Südtiroler haben ihren Freiheitskämpfer nicht vergessen. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und vieler Schützen und Politiker aus Süd- und Nordtirol wurde am Samstag, dem 12. April 2025, Sepp Forer, der Südtiroler Freiheitskämpfer aus Mühlen in Taufers, in seiner Wahlheimat Ladis zu Grabe getragen.
In der Predigt würdigte Pfarrer Willi Pfurtscheller das Lebenswerk des Verstorbenen, der in den 1960er-Jahren im Kampf für die Freiheit Südtirols große Opfer gebracht und sein Leben riskiert hat.
Nach dem Gottesdienst bewegte sich ein langer Trauerzug bestehend aus hunderten Schützen und Freunden durch das Dorf, wo eine Bläsergruppe der Musikkapelle Mühlen in Taufers das Lied vom guten Kameraden spielte. Die Grabrede hielt der ehemalige Hauptmann der Schützenkompanie Taufers Rudi Oberhuber. In bewegenden Worten erinnerte er an Sepp Forers Einsatz für die Heimat Tirol:
„Als unsere Heimat Südtirol bedroht war, hast du gemeinsam mit anderen Freiheitskämpfern alles riskiert, um auf die Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Es war kein Übermut, der dich zum Widerstand greifen ließ – es war die tiefe Überzeugung, für das Richtige einzutreten. Immer wieder habt ihr Puschtra Buibm durch Aktionen gegen öffentliche Einrichtungen versucht, auf die Situation in Südtirol aufmerksam zu machen – und habt euch für die Wiedervereinigung Tirols eingesetzt“, so Oberhuber.
Forer, der aufgrund einer Verurteilung im Mailänder Prozess nicht mehr nach Südtirol zurückkehren konnte, fand mit seiner Frau Wilma in Ladis eine neue Heimat und gründete dort eine Familie. Seine Verbundenheit mit Südtirol blieb jedoch zeitlebens ungebrochen. 1996 wurde er als Ehrenmitglied in die Schützenkompanie Taufers aufgenommen.
Zum Abschluss der Trauerfeier erwies die Schützenkompanie ihrem Ehrenmitglied mit einer Ehrensalve die letzte Ehre. Als letzten Gruß stimmten die Trauergäste das Tauferer Lied an – eine würdevolle Verabschiedung vom „Puschtra Bui“.








