NEUSTIFT – Am Samstag, den 20. Juli 2024 wurde die Sonderausstellung „Katakombenschule – Erinnerung und Vermächtnis“ feierlich eröffnet. Organisiert wird diese einzigartige Ausstellung, die bis zum 17. August in der Engelsburg des Klosters Neustift zu sehen ist, vom Schützenbezirk Brixen in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Schützenbund. Die Ausstellung zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung der deutschen Schule in Südtirol zu stärken und an den harten Kampf um deren Erhalt zu erinnern.
Bezirksmajor Florian Lechner konnte zur Eröffnungsfeier zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Neben Landesrat Philipp Achammer, Landesrätin Waltraud Deeg, der Senatorin Julia Unterberger, dem Hausherrn Prälat Eduard Fischnaller, die Bürgermeister Andreas Schatzer und Andreas Jungmann wohnten auch der Landtagsabgeordnete Harald Stauder sowie der Verwalter des Klosters Neustift, Dr. Fabian Schenk, der Feier bei. Zudem nahmen der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Major Roland Seppi, mit mehreren Bundesleitungsmitgliedern, der Ehrenmajor des SSB Hubert Straudi, Viertelkommandant Major Andreas Raass in Vertretung des BTSK, LKdt.-Stv. Umberto Facchinelli in Vertretung des WTSB sowie der Obmann des Andreas-Hofer-Bundes, Alois Wechselberger, an der Veranstaltung teil. Besonders erfreut zeigte sich Bezirksmajor Lechner über die Anwesenheit von Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder und der Nichte von Kanonikus Michael Gamper, Martha Ebner, mit ihrem Sohn Toni Ebner.
Grußworte
In seinem Grußwort zeigte sich Prälat Eduard Fischnaller erfreut, dass sich der Schützenbezirk Brixen für das Kloster Neustift als Veranstaltungsort dieser Ausstellung entschieden hat. Die Ausstellung passe gut ins Kloster, auch wenn die Klosterschule in jener Zeit nicht direkt betroffen war, da sie eine der insgesamt nur vier Schulen im ganzen Land war, die weiterhin in deutscher Sprache unterrichten konnte. Zwei Großtanten von Prälat Fischnaller waren in jener Zeit ebenfalls als Katakombenlehrerinnen aktiv.
Bürgermeister Schatzer hob die Wichtigkeit der Bildung hervor. „Nichts kann die Gesellschaft mehr schwächen als das Verbot der Bildung“, sagte Schatzer. Deshalb ist der Verdienst der Katakombenlehrerinnen und -lehrer sehr hoch anzurechnen.
Landesrat Philipp Achammer bedankte sich sehr herzlich für die Initiative der Schützen. Er spannte einen Bogen in die heutige Zeit und verglich die Situation der Südtiroler Kinder damals mit der aktuellen Situation ukrainischer Flüchtlingskinder. Auch bei ihnen sei es wichtig, dass sie weiterhin in ihrer Muttersprache unterrichtet werden, meinte Achammer.









