TIROL – Das „Hochfest des heiligsten Leibes und Blutes Christi“ wird am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest begangen (am 60. Tag nach dem Ostersonntag). Der Donnerstag als Festtermin erinnert an den Gründonnerstag, an die Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus beim letzten Abendmahl.

Italien ist eines jener Länder, in denen Fronleichnam kein gesetzlicher Feiertag ist. Deshalb wird bei uns das Hochfest am darauffolgenden Sonntag gefeiert.

Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich vom mittelhochdeutschen „frône lîcham“ (des Herren Leib) ab. Wir feiern also, dass wir dem Leib des Herrn in jeder Eucharistie begegnen. An diesem Tag zeigen wir aller Welt, was uns das Wertvollste ist.

An die feierliche Hl. Messe schließt sich die Prozession an, bei der die Gläubigen die vom Priester getragene Monstranz mit dem „Allerheiligsten“ in einem Festzug unter Gebet und Musik durch die Straßen begleiten. Die Monstranz wird dabei von einem Stoffbaldachin, dem „Himmel“, beschirmt. Die Erstkommunion-Kinder freuen sich, ihrem Heiland Blumen zu streuen. An bis zu vier Außenaltären wird jeweils ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgetragen, es werden Fürbitten gesprochen und der eucharistische Segen in alle Himmelsrichtungen erteilt. Die Prozession endet meist in der Pfarrkirche mit dem Tantum Ergo und dem Te Deum.

Der Südtiroler Schützenbund fordert alle dazu auf, die Tiroler Fahne auszuhängen, an der Hl. Messe und der Prozession teilzunehmen und wenn möglich die Tracht zu tragen. Der Prozessionsweg soll besonders festlich geschmückt werden.

P. Christoph Waldner OT
Landeskurat

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