Die Flamme der Freundschaft der Ladinischen Schützen, sie brennt!

WOLKENSTEIN – Die ladinischen Schützen entzünden Fackeln auf 2.592 m, als Zeichen der Einigkeit und Freundschaft der Ladiner. In Mitten der sagenumwobenen Dolomiten gibt es einen Berg, den Sellastock. Um den Sellastock herum liegen 5 Täler: Gröden, Gadertal, Buchenstein, Ampezo/Hayden und Fassatal.

Die Zerreißung Tirols vor über 100 Jahren traf diese Dolomitentäler besonders. Hier lebt ein Volk, welches sich in Sprache und Kultur vom Rest Tirols unterscheidet. Die Ladiner! Im Jahre 1905 wurde der erste Ladiner-Verein in Innsbruck gegründet, mit dem Ziel die Ladinische Sprache und Kultur innerhalb Tirols zu stärken. Stets waren und sind die Ladiner treue Tiroler Bürger und wollen es bis heute sein. Dies bleibt einem Teil der Ladiner auf politischer Ebene bis heute verwehrt. Die Ladiner wurden nach bittersten Gebirgskämpfen im Ersten Weltkrieg in 3 Regionen geteilt, Südtirol, Welschtirol und Venetien. Vor 15 Jahren haben sich die drei Gemeinden Cortina, Còl Santa Lizia und Buchenstein in einem Referendum für den Anschluss an Südtirol ausgesprochen. Dem Wunsch der Bevölkerung wurde bis heute nicht entsprochen.

Die Schützen der Ladinischen Täler haben deshalb gemeinsam Fackeln entzündet, als Zeichen für die beständige Freundschaft zwischen den einzelnen Tälern und den Willen ein vereintes Tirol auf allen Ebenen zu erreichen. Hierfür suchten sich erstmals alle Hauptmänner der ladinischen Kompanien zusammen einen besonderen Ort aus, den Gipfel der Großen Cir Spitze auf 2.592 m über dem Meer.

Dieser Berg ist einer der zentralsten Punkte des Ladinischen Teils von Tirol und soll symbolisch mit der Flame der Freundschaft erhellt werden. Mit Gewalt kann man kein Ziel erreichen, denn wir sprechen eine der ältesten Sprachen Europas immer noch und halten an unserer Kultur, unserem Brauchtum und unseren Tiroler Wurzeln fest“ so Major Andreas Kostner, Ladiner Vertreter im Südtiroler Schützenbund.

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