Tätigkeitsbericht des Herz Jesu Notfonds 2021

BOZEN – Auch im vergangenen Jahr konnte aus dem Topf des Herz Jesu Notfonds einer in Not geratenen Schützenfamilie finanziell geholfen werden.

Am 17. Februar 2020 ereignete sich beim Edenhuberhof in Weitental ein schwerer Arbeitsunfall, bei welchen Schützenhauptmann Christian Brunner rund fünf Meter vom Stadel auf die Betondecke des Stalles stürzte und sich dabei schwer verletzte. Christian wurde mit dem Hubschrauber nach Bozen in die Intensivstation gebracht. Mit Reha in Sterzing und Operationen in Bozen kam er nach rund sechs Monaten wieder nach Hause. Christian hat sich Gott sei Dank einigermaßen gut erholt. Die Arbeiten auf dem Hof sind für ihn aber sehr anstrengend, daher ist er auf die Hilfe von Verwandten und Helfern angewiesen.

Der Vorstand des Herz Jesu Notfonds hatte daraufhin beschlossen, Christian Brunner mit 7.000,- Euro zu unterstützen. Dabei wurden die Ausgaben für Ergotherapien und die Kosten eines Mitarbeiters auf dem Hof übernommen sowie eine neue Holzspaltmaschine angekauft. Diese soll ihm die Arbeit auf dem Hof erleichtern.

Der Herz Jesu Notfonds hat durch Hans Bergmann Unterstützung erhalten. Das Projekt „An der Front“ in Erinnerung und Gedenken an die Leistungen, Entbehrungen, Schicksale und Opfer des Ersten Weltkrieges, insbesondere der Tiroler Standschützen, hatte zum Ziel, das Bewusstsein für die Geschichte Tirols zu stärken und Aufmerksamkeit für einen vergessenen Aspekt der Tiroler Zeitgeschichte zu gewinnen. Mit der Aufstellung der Gedenkkreuze 2015 hatte das Projekt seinen Höhepunkt und fand 2017 nach Auslieferung der Sondernummer der Tiroler Schützenzeitung und Vorstellung des Wanderbüchleins seinen Abschluss.

Hans Bergmann von der Schützenkompanie Strassen, der beruflich für den Produktionsablauf der Kreuze verantwortlich zeichnete, hat dem Herz Jesu Notfonds 15 Miniaturausführungen dieses Standschützenkreuzes, die er privat herstellt, zur Verfügung gestellt. Die Kreuze werden an großzügige Spender zum Preis von 350,- Euro abgegeben.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt 500,00.- Euro an Mitgliedsbeiträgen und 20.789,20.- Euro an Spenden (davon 4.004,20.- Euro aus dem 5-Promille-Steuer-Topf) eingezahlt.

Der Kontostand des Herz Jesu Notfonds belief sich am 01.01.2021 auf 102.272,60.- Euro und am 31.12.2021 auf 114.525,17.- Euro. 101.647,72.- Euro sind auf dem Sparbuch der Raiffeisenkasse Ritten angelegt.

Die eingezahlten Spendengelder waren von großem Nutzen, und aus diesem Grund sind alle Schützen und Schützenfreunde gebeten, den Herz Jesu Notfonds weiterhin zu unterstützen. Denn jeder – wir wollen es nicht hoffen − kann einmal in Not sein und wäre dann um Unterstützung froh.

Der Herz Jesu Notfonds ist im Internet unter notfonds.com erreichbar, ebenso in Facebook unter der Seite www.facebook.com/herzjesu.notfonds. Dort wird laufend über die Tätigkeit des Herz Jesu Notfonds berichtet.

Hiermit danke ich im Namen des Vorstands auch jedem einzelnen Mitglied unserer Kompanien sowie allen unterstützenden Mitgliedern und uns wohlgesinnten Personen für die vorbildliche Spendentätigkeit, welche unsere Tätigkeit überhaupt erst ermöglicht.

Paul Bacher
Obmann

iatz! – Nach-Denken in Meran – Schützenbund ist enttäuscht
5 Promille: Schenk dein Geld nicht dem Staat!

Ähnliche Beiträge

Keine Einträge gefunden.

Menü
X
X