Die Zielsetzung
Die Veranstaltung wird im Zeichen des Wunsches und der Forderung nach mehr Unabhängigkeit und Freiheit für unsere Heimat stehen. Dabei möchte der Südtiroler Schützenbund ganz bewusst im Zuge der Veranstaltung auf eine Festlegung auf ein bestimmtes Modell oder einen bestimmten Weg verzichten, um allen Besuchern die Möglichkeit zu lassen, sich selber auszudenken, welche Zukunfts-Modelle es geben kann, damit unsere Heimat für unsere Zukunft gestärkt unseren jungen Menschen ein gemeinsames Zuhause bieten kann.
Die Vorkommnisse der letzten Jahre sowie die mehr als unsicheren Zukunftsaussichten Italiens machen es unumgänglich, die altbekannten Denkmuster zu überwinden und nachhaltige, neue Zukunftsmodelle zu diskutieren. Dazu gehört auch der Blick über den eigenen Tellerrand. Deshalb sind auch Vertreter anderer Völker und europäischer Regionen eingeladen, um uns Südtirolern ihre Situation zu schildern und nicht zuletzt um mit uns gemeinsam zu feiern. Dies macht das Fest zu einem bereichernden und farbenfrohen Begegnungspunkt verschiedener Kulturen.
Die Form der Veranstaltung
Die Veranstaltung soll den Charakter eines Volksfestes haben. Dies stellt für den Südtiroler Schützenbund eine Erweiterung der bisherigen Aktivitäten dar. Die bewährten Mittel der Vorträge, der Podiumsdiskussionen, der Stellungnahmen in Printmedien und im Internet und der Aufmärsche sollen nun mit dieser Veranstaltung um eine weitere Facette bereichert werden.
Sach- und Fachthemen
Seit den Tagen der Freiheit im Juni 2021 hat sich die ARGE iatz! im SSB zu einigen wichtigen Themen Gedanken für zukünftige Modelle gemacht.
Beispiel: Forstwirtschaft und Raubwild-Management Südtirol
Die Mehrheit der Wähler in Italien hat wenig Verständnis für die Bedürfnisse in unseren Berggebieten. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Bewirtschaftung unserer Wälder und Wiesen eigenständig und autonom gestalten können. Viele endgültige politische Entscheidungen werden von Politikern in der Zentrale in Rom getroffen, die die Besonderheiten unserer einzigartigen Natur und Kultur nicht kennen und verstehen.
Sie haben kein Problem damit, dass:
- der Zentralstaat Beschlüsse von Kleinregionen anfechtet;
- der Zentralstaat durch sein Handeln die lokale Wirtschaft und Kultur ruiniert;
- der Zentralstaat in Kauf nimmt, dass Almen und lokale Produzenten schließen müssen.
Unsere Lösung
Als lokale Bergregion müssen wir darauf schauen unabhängig von einem Zentralstaat zu sein, der uns lokales Wirtschaften verdrießt und oft fast unmöglich macht.
Beispiel Sanität und Gesundheit
Seit Jahren funktioniert die medizinische Ausbildung nicht mehr so wie früher, als die Autonomie noch intakt war. Die Anerkennung der medizinischen Ausbildung im europäischen Ausland ist nicht mehr garantiert. Viele Ärzte sind ohne Zweisprachigkeits-Nachweis. Auf Grund des Mangels an Fachärzten ist die Sanität gezwungen, Personal aufzunehmen, das die Landessprache nicht beherrscht. Südtiroler gehen lieber auf Nummer sicher und praktizieren immer öfter in der Schweiz oder in Österreich. Und in Südtirol müssen (z.B. Säuglings-) Abteilungen schließen, weil die Zentralregierung die Mindestanzahl von Betreuten festlegt
Beispiel über Schulden und Wirtschaft – Zeit ist Geld
Die Autonomie Südtirols ist nicht weitreichend genug. Die Wirtschaft und der öffentliche Finanzhaushalt sind viel zu eng an den Zentralstaat gebunden. Die Zinsen liegen über dem europäischen Durchschnitt, weil die Kreditwürdigkeit Italiens negativ auf Südtirol abstrahlt. Der Wirtschaft in Südtirol geht es gut, aber die hohen Schulden belasten den Finanzhaushalt und unsere künftigen Generationen. Die Autonomie muss unbedingt qualitativ so stark ausgebaut werden, dass die Schulden Italiens nicht mehr dem Land Südtirol angelastet werden können. Die gänzliche Abkoppelung vom Finanzsystem Italien ist eine Notwendigkeit: Je länger wir warten, desto teurer wird es
Beispiel Rentensystem und Sozialstaat
Für die hart arbeitende Bevölkerung Südtirols wäre es schon längst an der Zeit, eine angemessene Mindestrente einzuführen. Trotz unserer Autonomie ist es Südtirols Landespolitik nicht gelungen, soziale Mindest-Standards einzuführen. Das Geld dazu hätten wir: Südtirol finanziert das INPS Defizit mit mehreren hundert Mio. € jährlich mit. Mit einem eigenständigen Rentensystem könnte Südtirol die Mindestrente einführen. Es ist höchste Zeit, iatz! an unsere Jugend zu denken.