Corona – Ein Weckruf für Südtirol

Warum es Südtirol ohne Italien besser gehen würde

SÜDTIROL – Die Corona-Pandemie zeigt einmal mehr, dass Südtirol keine Insel der Seligen ist. Die Zugehörigkeit zu Italien bedeutet schlechtere Vorbereitung, mangelhafte Reaktionsmöglichkeiten und höhere Folgekosten. Daraus sollte Südtirol Konsequenzen ziehen.

Seit rund einem Jahr hält das Virus Sars-Cov-2 die Welt in Atem. Die von diesem Virus ausgelöste Krankheit COVID-19 hat sich zu einer weltweiten Pandemie entwickelt, die kein Land verschont hat und Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Neben den gesundheitlichen Folgen sind auch die wirtschaftlichen Schäden enorm.

Der Blick über unsere Landesgrenzen hinaus zeigt, dass die Gesundheitssysteme der einzelnen Länder verschieden gut vorbereitet waren. Die notwendigen Reaktionen der Staaten unterschieden sich in Entschlossenheit und Geschwindigkeit. Die ungleichen wirtschaftlichen und organisatorischen Fähigkeiten taten ein Übriges. Unter dem Strich muss festgestellt werden, dass Südtirol deutlich schwerer von der Pandemie getroffen wurde als seine nördlichen Nachbarn.

Südtirols Gesundheitswesen war auf Grund fehlender Kompetenzen schlecht vorbereitet. So war die Anzahl der Intensivbetten anfangs so niedrig, dass Patienten nach Österreich und Deutschland verlegt werden mussten. Die Wartezeiten für Untersuchungen und Behandlungen waren schon vorher ewig lang. Und der Personalmangel machte alles noch schlimmer.

Die aktuellen Infektionszahlen sind in Südtirol um das Fünffache höher als in Österreich. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Südtirol waren während der gesamten Zeit um einiges stärker als nördlich des Brenners. Die wirtschaftlichen Unterstützungen für Menschen und Betriebe fallen in Südtirol hingegen niedriger aus als in Österreich und brauchen auch länger, bis sie ausgezahlt werden.

Die Europäische Union hat ganz Europa mit Hilfsgeldern unterstützt. Ein Blick auf die aktuelle Regierungskrise in Rom lässt aber daran zweifeln, ob Italien auch dazu im Stande ist, dieses Geld sinnvoll einzusetzen. Sicher ist aber, dass Italien an den wirtschaftlichen Folgen dieser Pandemie stärker zu leiden haben wird als Österreich. Denn Österreich wird auch nach dieser Pandemie, trotz derzeit enormer Schuldenaufnahmen, weniger Staatsschulden haben als Italien sie vorher hatte. Österreich kann sich dank einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft und einer guten Verwaltung das Schulden machen leisten. Italien hingegen litt schon vorher und Misswirtschaft und Überschuldung und wird sich am Ende das Geld zur Schuldentilgung wieder in Südtirol holen.

Wäre Südtirol bei Österreich anstatt bei Italien, wäre es uns allen besser gegangen, sowohl gesundheitlich wie auch wirtschaftlich.

Hätte Südtirol alle Zuständigkeiten und Kompetenzen gehabt, die im Autonomiekonvent 2017 gefordert wurden, hätte es jetzt mehr Handlungsmöglichkeiten.

Ob nun als Teil Österreichs, als eigener Staat oder mit einer echten Vollautonomie: ohne Italien würde es Südtirol besser gehen. Daraus sollte Südtirol Konsequenzen ziehen. Denn die nächste Krise kommt bestimmt.

Mjr. Arno Rainer
Vinschger Schützen

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