FREI LAND (EIER) SÜD-TIROL

BOZEN – Auf die Frage eines Sportreporters „Was braucht ihr damit sich die aktuelle Situation verbessert?“, antwortete der damals beste Torhüter der Welt, Oliver Kahn: „Eier, wir brauchen Eier“.

Damals befand sich der Fußballgigant FC Bayern, bei dem Oliver Kahn spielte, in einer schweren sportlichen Krise. Auch Südtirol befindet sich heute in einer Ausnahmesituation, in einer menschlichen und wirtschaftlichen schweren Krise. Unsere Grundrechte liegen abermals in Ketten. Die Vorbereitungen für die heiße Phase im Herbst wurde teilweise verschlafen. Die Taktik wird von Minute zu Minute geändert, es wird nicht mehr agiert, sondern nur noch reagiert. Die Abseitsfalle funktioniert nicht mehr, außer für Wirtschaft, unsere Kinder, unsere Jugend und unsere Senioren.

Wenige Monate zuvor war die Situation noch sehr hoffnungsvoll. Nach 20 Jahren Stillstand unserer Autonomie, nach verloren gegangener Kompetenzen, kam am 27. April dieses Jahres endlich Hoffnung auf. Die Landesregierung verkündete: „Südtirol geht nun seinen eigenen Weg“.

„Nach 20 Jahren Anfechtungen und Missachtungen von Landesgesetzen, nach 7.300 Tagen Bevormundung durch Rom, brauchte es ein Virus aus China, das die Erleuchtung brachte: Südtirol kann vieles besser als Italien“, so Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan.

Wortwörtlich hieß es damals: „Die römische Regierung ist kläglich gescheitert. Ein autonomes Land wie Südtirol kann nicht akzeptieren, dass auch nach der akuten Notstandsphase unser gesamtes gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben monatelang mit zentralistischen römischen Notdekreten reguliert wird. Autonomie bedeutet für uns Verantwortung. Wir wollen diese Verantwortung gerade auch in der Krise wahrnehmen. Wir haben auch beschlossen jegliche Zusammenarbeit mit der Regierung aufzukündigen, falls unsere Entscheidung, einen eigenständigen Weg zu gehen, nicht akzeptiert wird. Damit gehen wir Südtiroler unseren eigenen Weg und nehmen das Heft selbst in die Hand: Zum Schutz unserer Familien und unserer Betriebe, aber vor allem zur Verteidigung unserer Autonomie.“

Sechs Monate später ist der gefühlte vier Minuten andauernde Südtiroler Weg wieder zu Ende. Das vielzitierte deutsche Ehrenwort von Silvius Magnago hat keine Gültigkeit mehr. „Es wird keinen zweiten Lockdown geben, die Schulen bleiben geöffnet, wir sind für die zweite Welle gerüstet. Alles Schnee von gestern. Wir verkaufen unsere Autonomie für läppische 50 Millionen Euro. Dafür verzichten Gastronomen auf zwei Stunden Öffnungszeit.

„Jeder Südtiroler – vom Neugeborenen bis zum Greis – überweist jährlich über 2.600 Euro an Rom, das sind insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Das ist eine Beleidigung für all jene, die sich ihr Leben lang für diese Autonomie eingesetzt haben. Das Leben in Südtirol in Zeiten von Corona ist wie eine Fahrt im dichten Nebel und der Chauffeur heißt Stevie Wonder“, so Wirth Anderlan.

„Was braucht man, damit sich die derzeitige Situation verbessert und dass man das Vertrauen des Volkes wieder zurückgewinnt? Eier! Es braucht Eier! Mit den heute übergebenen hartgekochten FREI LAND EIERN, wollen wir Schützen die Landespolitiker an ihre Aufgabe erinnern, mutige, selbstbestimmte und konkrete Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen zum Wohle des Südtiroler Volkes“, so Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan.

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Bildergalerie

Frei Land Eier Südtirol, Bozen, 11.11.2020
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ARD Weltspiegel-Reportage: Südtirol
Der Tiroler Schützenkalender 2021

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