Feuerschrift „iatz reichts“

MARLING – Der Schützenbezirk Burggrafenamt/Passeier hat sich am Samstagabend, den 2. Mai 2020 an der Aktion des Südtiroler Schützenbundes beteiligt und auf dem Marlinger Berg eine Feuerschrift entzündet, welche die Unabhängigkeitsforderung vom italienischen Staat zum Ausdruck bringen sollte. Dabei hat der Bezirk nicht – wie in anderen Orten Südtirols – den Schriftzug „Los von Rom“ gewählt, sondern die Worte „iatz reichts“, um damit auch an den Geist des Unabhängigkeitstages in Meran im Jahr 2013 anzuknüpfen, wo viele Südtiroler-innen für die Freiheit und Unabhängigkeit aller Völker in einem Europa der Regionen eingetreten sind.

Gerade die Einschränkungen der bürgerlichen Grundrechte in Bezug auf die Eindämmung der Coronavirus Pandemie hat deutlich gemacht, dass die „weltbeste“ Autonomie für Südtirols Bürger-innen keinen Schutz bietet. Und die auf die Pandemie noch folgende schwere Wirtschaftskrise wird nicht durch die Bestimmungen des Südtiroler Autonomiestatutes abgeschwächt oder vom Land ferngehalten werden können, weil von nun an alles dem nationalitalienischen Interesse untergeordnet wird. Die Regierung in Rom hat ja auch schon verlauten lassen, dass sie das Südtiroler Landesgesetz zum Hochfahren der hiesigen Wirtschaft anfechten wird. Der 2.400 Milliarden Euro verschuldete italienische Staat wird kaum in der Lage sein, effiziente finanzielle Hilfspakete für alle zu schnüren, auch weil alle anderen europäischen Staaten mit der Stabilisierung ihrer eigenen Finanzhaushalte zu tun haben werden. Wie bei Krisensituationen in der Vergangenheit oft festgestellt, werden Bürokratie und Lobbys sogar die wenig vorhanden finanziellen Hilfen in die „richtigen Kanäle“ leiten, sodass die Bevölkerung auch dieses Mal in ihrer Not allein gelassen werden wird.

Jetzt reicht es!

Was muss noch alles passieren, dass Südtirols Regierende erkennen, dass das politische System Italiens nicht gut für die Italiener selbst, aber noch weniger für die Lebensweise der Südtiroler-innen geeignet ist. Um als Tiroler Volk in der angestammten Heimat in Freiheit, Frieden und Wohlstand leben zu können benötigt Südtirol endlich seine eigenen und nicht anfechtbaren Gesetze für Sanität, Fürsorge, Wirtschaft, Kultur, Bildung, Sicherheit, Sport bzw. Freizeit und somit die Landeshoheit.

Hannes Holzner
Bezirksmajor

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Jahresbericht des Südtiroler Schützenbundes
Unabhängigkeit ist kein kurzfristiges Projekt

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