Gedenkfeier für Sepp Kerschbaumer in St. Pauls/Eppan

ST. PAULS – Am Sonntag, den 8. Dezember 2019 wird in St. Pauls der verstorbenen und lebenden Tiroler Freiheitskämpfer der 1950er und 1960er Jahre gedacht. Wir Schützen wollen durch unsere Teilnahme an dieser Gedenkfeier unseren Respekt, unsere Achtung sowie unseren Dank für den selbstlosen und uneigennützigen Einsatz und Opfertod für Volk und Heimat Tirol zum Ausdruck bringen.

PROGRAMM:

9.15 Uhr: Aufstellung der Bezirke und Abordnungen in der Paulser-Straße;

9.45 Uhr: Meldung an LKdt. Jürgen Wirth Anderlan und Frontabschreitung;

10.00 Uhr: Abmarsch zum St. Paulsner Dom;

10.15 Uhr: Heilige Messe mit P. Reinald Romaner OFM und P. Christoph Waldner OT;

11.00 Uhr: Aufstellung und Abmarsch zum Friedhof.

Gedenkfeier im Friedhof:

Begrüßung durch den Obmann des Südtiroler Heimatbundes Roland Lang;

Gedenkrede von Meinrad Berger;

Gemeinsames Gebet;

Ehrensalve durch die Schützenkompanie “Sepp Kerschbaumer” Eppan;

Weise des “Guten Kameraden”, Kranzniederlegung, Landes- u. Bundeshymne;

Schluss- und Dankesworte von LKdt. Jürgen Wirth Anderlan.

Die Freiwillige Feuerwehr St. Pauls bietet in der Feuerwehrhalle (gegenüber der Kellereigenossenschaft) ab 8.00 Uhr wieder ein “Halbmittag” an, da die Gasthäuser an diesem Tag zumeist überfüllt sind.

Gedenkredner Meinrad Berger

Meinrad Berger war bereits in seiner Jugend mit verschiedenen Freiheitskämpfern, wie Hans Stieler und Luis Amplatz, befreundet. Als er von den Folterungen an den politischen Häftlingen erfuhr, wollte er Zeichen setzen.

Mit 20 Jahren, nach damaligen Recht noch minderjährig, schrieb er Flugzettel gegen die menschenrechtswidrige Behandlung der Eingekerkerten und vervielfachte diese mit Hilfe von Kohlepapier. Zusammen mit einem Freund verteilte er sie in Bozen, wobei sie am 17. Juli 1964 von der Polizei erwischt wurden. Noch minderjährig, wurde er wegen Schmähung der Nation und Beleidigung der Staatsmacht verurteilt und verbüßte eine dreimonatige Haftstrafe zuerst in Bozen in Einzelhaft und danach im Kerker für Minderjährige in Venedig, wo er hinter Schloss und Riegel volljährig wurde. Er ist damit mit Oskar Niedermair einer der jüngsten politischen Häftlinge Südtirols.

Ungeachtet dieser Vorgänge setzt sich Meinrad weiterhin immer für seine geliebte Heimat ein. Er ist aktives Mitglied bei der Schützenkompanie Andrian, Obmannstellvertreter des Südtiroler Heimatbundes und erklärt in Führungen in der BAS-Ausstellung in Bozen den Teilnehmern die Ursachen des Freiheitskampfes.

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