Requiem für die Gefallenen 1915-1918

SAND IN TAUFERS – Am Sonntag, 18. November 2018 fand die Uraufführung des „Requiems für die Gefallenen“ in der Pfarrkirche von Taufers statt. Anlässlich des Gedenkjahres „100 Jahre Ende des I. Weltkrieges und Zerreißung Tirols“ wollte die Tauferer Schützenkompanie etwas Bleibendes schaffen, das auch über dieses Jahr hinaus reicht. So entstand, auf Anregung von Olt. Peter Villgrater, die Idee, ein „Requiem für die Gefallenen“ in Auftrag zu geben.

Mit der Komposition beauftragt wurde Hansjörg Mutschlechner. Er ist Autor verschiedener Werke für Orchester, Kammermusik, Chor, Theater und Filmmusik. Für die Aufführung konnte der Kirchenchor Taufers mit Orchester, unter der Leitung von Elmar Stimpfl gewonnen werden. Dazu kamen noch begeisterte Sänger und Sängerinnen von anderen Chören.

Das Anliegen der Kompanie war es, alle Gefallenen dieses schrecklichen Krieges, durch dieses Requiem, das ja in Musik gefasstes Gebet ist, der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen. Ebenso sollte ihnen damit ein ehrendes Andenken bewahrt werden. In besonderer Weise wollte man aber, an die Gefallenen Tirols erinnern.

Als 1915 der Süden Tirols, durch den Treuebruch des Italienischen Königreiches, plötzlich zum Frontgebiet wurde, eilten Tausende Freiwillige Standschützen an die neue Kriegsfront. Unter unvorstellbaren Bedingungen „in Fels und Eis“ hielten sie die Stellungen bis zum Kriegsende. Und doch war dieser übermenschliche Einsatz am Ende vergeblich. Unter Missachtung des Völkerrechts wurde Tirol geteilt.

Dieser Einsatz unserer Vorfahren, und ihre Leiden und Nöte sollten nicht vergessen werden! Schließlich macht auch kein Glück der Enkel das Leid der Väter wieder gut, und kein sozialer Fortschritt versöhnt die Ungerechtigkeit, die den Toten widerfahren ist. Durch das Requiem für die Gefallenen, sollte auch etwas von der großen christlichen Hoffnung aufleuchten: „Der Tod hat nicht das letzte Wort! Wir sind durch das kostbare Blut Jesu, durch sein Leiden und Sterben am Kreuz erlöst! Zugleich, ist es aber auch Mahnung an die Lebenden, sich der eigenen Sterblichkeit bewusst zu werden und durch ein Leben aus dem Glauben, der unendlichen Liebe Gottes eine Antwort zu geben.

Die Pfarrkirche Taufers konnte beinahe die Zuhörer nicht fassen, so groß war der Andrang. Man spürte eine besondere Atmosphäre, eine Ergriffenheit und Andacht bei den Zuhörern und auch bei den Mitwirkenden. Das tiefe Bewusstsein der Verbundenheit mit Gott und mit den Verstorbenen über den Tod hinaus. Die Komposition und die Darbietung waren überzeugend und trafen sichtlich das Herz der Anwesenden.

Am Ende wollte der Applaus kein Ende nehmen. Der Hauptmann Rudi Oberhuber dankte allen Mitwirkenden, vor allem dem Komponisten Hansjörg Mutschlechner, dem Chorleiter Elmar Stimpfl und dem Ideengeber Olt. Peter Villgrater. Abschließend wurde noch ein Kranz am Ehrenmahl für alle Gefallenen, zur Weise des Guten Kameraden, niedergelegt.

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