Landeskommandant Elmar Thaler ging in seiner Begrüßungsrede auf den Einsatz Andreas Hofers ein. Dieser habe sich immer wieder gegen die Fremdherrschaft aufgelehnt. Auch die Schützen würden dies tun, indem sie versuchen, die Zukunft des Landes als einfache Bürger mitzugestalten. Für Thaler würde es der Europäischen Union derzeit nicht gelingen, die Vorzüge der Regionalität mit dem Gedanken der europäischen Einigung zu verknüpfen. Nichts sei endgültig geregelt, was nicht gerecht geregelt sei. Das galt zu Hofers Zeiten und gelte auch heute.
Bei der Wortgottesfeier würdigte Schützenlandeskurat Pater Christoph Waldner OT in seiner Predigt Julius Mosen, den Dichter der Tiroler Landeshymne. „Normalerweise wird in Hymnen die Besonderheit eines Landes beschrieben, die Schönheit des Landes gepriesen und die Treue zu Volk oder Land verkündet. Unsere Hymne tut nichts dergleichen. Sie beschreibt mit dem Sterben unseres Sandwirtes auch seinen besonderen Mut, die Treue zu seinem Volk und sein Gottvertrauen“, so Waldner.
Ein Grußwort übermittelte Hans Duffek als Obmann des Schwarzen Kreuzes in Südtirol. Er brachte Andreas Hofer in Zusammenhang mit den Zuständen der heutigen Zeit und kritisierte die Angstmacher und Jammerer in Südtirol und weltweit. Er beschrieb Andreas Hofer als einen mutigen, ehrlichen und arbeitsamen Mann, den auch Gottvertrauen und Vaterlandliebe auszeichnete.
Nachdem die Schützenkompanie Meran eine Ehrensalve abgefeuert hatte, wurden für die gefallenen Freiheitskämpfer Kränze niedergelegt.