Schützen der Alpenregion: Treffen der Landeskommandanten

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SCHWAZ – Am Samstag, den 15. Oktober 2016 waren die vier Landeskommandanten der Alpenregion mit ihren engsten Mitarbeitern in der Silberstadt Schwaz zu Gast. Die Sitzung fand im Ratssaal des geschichtsträchtigen Rathauses statt, wo Bürgermeister Hans Lintner LKdt. Fritz Tiefenthaler (BTSK), LKdt. Elmar Thaler (SSB), LKdt. Paolo Dalprà (WTSB) sowie LH Karl Steiniger mit ihrem Stab willkommen hieß und in die Geschichte von Schwaz einführte. Ein Bläserquartett der Stadtmusik Schwaz verlieh dem Empfang eine festliche Note.

Einer der wesentlichen Tagesordnungspunkte war der Bericht der vier Landeskommandanten über die derzeitige Situation und die wesentlichen Themen ihrer jeweiligen Bünde. Der Welschtiroler LKdt. Mjr. Paolo Dalprà zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit mit den anderen Bünden und ging rückblickend auf das Alpenregionstreffen der Schützen in Waakirchen ein.

Mjr. Fritz Tiefenthaler berichtete über das Projekt „Nachdenken über uns“ des BTSK, bei dem mit zwei externen Projektleiterinnen in offenen Foren schützenrelevante Themen besprochen und später  werden. Mit einer Steuerungsgruppe würden die Diskussionsergebnisse weiterbearbeitet, so Tiefenthaler. Er informierte auch darüber, dass am 25. Oktober 2016 dem bayrischen LH Karl Steininger der Adlerorden in Gold des Landes Tirol für besondere Verdienste verliehen werde. Außerdem wurden u.a. der Landesübliche Empfang besprochen sowie die Schwierigkeiten durch die Aussetzung des Paragraphs 2.2 des Waffengesetzes. In der alten EU-Richtlinie § 2.2 waren Traditionsverbände von Waffengesetz ausgenommen, im Augenblick sind sie es jedoch nicht mehr. LKdt. Fritz Tiefenthaler erklärte, er habe bereits in Wien mit Bundesinnenminister Wolfgang Sobotka gesprochen, und auch EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann habe sich in Brüssel bereits um dieses Thema gekümmert.

SSB-LKdt. Elmar Thaler versprach, beim demnächst stattfindenden Empfang von Jean Claude Juncker über das österreichische Waffengesetz und die derzeit nicht existierende Reisefreiheit mit Waffen zu sprechen. Thaler ging in seinen Ausführungen auf die gesellschaftliche Weiterentwicklung des SSB ein sowie auf die starke Beteiligung der Schützen an Open-space-Veranstaltungen, am Forum der 100 und am Konvent der 33. Außerdem berichtete er über das geplante Projekt für mehr Demokratie im SSB, die Hilfe des SSB bei einer Einrichtung eines Computerraumes an einer Schule in Addis Abeba, über die Arbeit der Arge „iatz“ und der Arge „Toponomastik“, über die bevorstehende Drucklegung des Buch über alle volkstumspolitischen Veranstaltungen seit 1958 sowie über das Projekt des SSB, schwache Kompanien zu stärken, damit sie an Ansehen gewinnen. Außerdem erinnerte Elmar Thaler daran, dass bereits jetzt Vorhaben in Erinnerung an 100 Jahre Kriegsende 1918/2018 geplant werden müssten.

Auch LH Karl Steininger blickte in seinen Worten auf das Alpenregionstreffen in Waakirchen zurück und mahnte, dass es absolut nicht mehr vorkommen dürfe, dass an diesem bereits Jahre vorher festgelegten Termin ein ganzes Bataillon abwesend sei, weil es selbst sein Fest feiere. Außerdem ging auch er ebenfalls auf das Waffengesetz ein.

Gerhard Biller, der Hptm. der SK Mayrhofen berichtete ausführlich über den derzeitigen Stand der Vorbereitungen des 25. Alpenregionstreffens im Zillertal am 26./27. Mai 2018.

Es wurde außerdem beschlossen, dass zum 25. Alpenregionsfest eine neue Fahne der Alpenregion der Schützen angeschafft werden soll. Nach der Bekanntgabe der wichtigsten Termine der vier Bünde wurde die Sitzung aufgehoben.

Bei dem für die Teilnehmer am Landeskommandantentreffen von Bürgermeister Dr. Hans Lintner sowie Hannes Filzer und Wolfgang Moser von der 1. Schwazer Schützenkompanie organisierten Rahmenprogramm wurde unter anderem das sehr sehenswerte „Museum der Völker“ in Schwaz besichtigt.

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Die Österreichische Staatsbürgerschaft für Südtirol. Podiumsdiskussion im Nationalparkhaus Aqua Prad
Schützenzeitung Nr. 4-2016

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