Andreas-Hofer-Gedenkfeier der Welschtiroler Schützen

Ein geeintes Tirol ist unser Ziel

SAN ROMEDIO – Da die Straße zum Wallfahrtsort St. Romedius wegen Steinschlags in letzter Zeit gesperrt war, wartete die Andreas-Hofer-Feier des Welschtiroler Schützenbundes am vergangenen Sonntag, den 10. Juli 2016 mit einigen Neuerungen auf. Man wich auf die Basilika von Sanzeno aus.

Nach Aufstellung und Frontabschreitung versammelten sich die Schützen aus Welsch- und Süd- und Nordtirol in der Wallfahrtskirche, wo Pfarrer Giorgio Silvestri die Heilige Messe zelebrierte. Musikalisch gestaltet wurde sie von einigen Bläsern der „Böhmischen Judicarien.“

Auf dem Platz vor der Kirche nahm Landeskommandant Mjr. Paolo Dalprá die Angelobung der Neuzugänge von den Kompanien Destra Ades und Nonsberg vor. Die Ehrensalve feuerte die Ehrenkompanie, bestehend aus Schützen der Kompanien Rhendena und Sulzberg ab. Verstärkt wurden sie von zwei Böllerschützen aus Piné.

„Wir wollen diese Feier aufwerten, sie ist eine der wichtigsten im Jahreslauf“, sagte Paolo Dalprá und beschwor alle Anwesenden, sich für Tracht, Brauchtum und Tradition einzusetzen, mit dem Ziel eines geeinten Tirol. Die Landeshymne, vorgetragen von den Bläsern, beendete die Feier, bei der erstmals keine Festredner zu Wort kamen.

Aus Süd- und Nordtirol waren Abordnungen aus Auer, Laag, Tramin, Truden, Roggen, Steinegg mit dem Batallions-Kommandanten Martin Tutzer, Eggen und aus Gries der Bezirksmajor Lorenz Puff anwesend.

Das kleine Kloster San Romedio (Sankt Romedius) liegt in einem Tälchen in der Nähe von Sanzeno (Sanzinnen) auf dem Gemeindegebiet von Predaia im Nonstal auf einem schmalen Felsgrat abseits menschlicher Siedlungen. Der Wallfahrtsort verdankt seine Gründung dem Heiligen Romedius, auch als „der Heilige mit dem Bären“ bezeichnet und gewöhnlich auf einem Bären reitend dargestellt wird.

Der Ursprung der Andreas-Hofer-Wallfahrt beruht auf der Tatsache, dass Andreas Hofer am 7. Juli 1809 mit rund 600 Männern zur Wallfahrtskirche San Romedio (Heiliger Romedius von Thaur) pilgerte, um hier die Unterstützung für den Freiheitskampf zu erbitten. Früher war dieser Wallfahrtsort im gesamten Tirol bekannt.

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