Bezirkstag des Süd-Tiroler Unterlandes 2016

SALURN – Am Samstag, den 2. April 2016 hat der Bezirk Süd-Tiroler Unterland seinen Bezirkstag in Salurn abgehalten. Beim Bezirkstag 2016 des südlichsten Bezirkes des Südtiroler Schützenbundes standen sowohl der Rückblick auf ein äußerst intensives und erfolgreiches Schützenjahr wie auch der motivierende Ausblick in die Zukunft im Mittelpunkt!

Nach dem Eintreffen der Abordnungen, Ehrengäste und der heimischen Ehrenkompanie Salurn marschierten die Formationen vom Schützenheim durch die Salurner Gassen zur Andreas-Kirche und nahmen dort am von Pfarrer Paolo Crescini gehaltenen Wortgottesdienst teil, welche von der Schützenkapelle Freiherr von Cazan Unterland musikalisch umrahmt wurde.

Nach dem Wortgottesdienst begrüßte der Salurner Hauptmann Arno Mall die anwesenden Formationen und wies auf die Besonderheit Salurns hin. Das Dorf steht einerseits an der südlichsten Deutschen Sprachgrenze und war gleichzeitig lange ein Dorf mitten in Tirol. Gerade die spezielle Situation in Salurn, aber auch im Unterland generell, macht die Bewohner so sensibel, wenn es um Volkstum und Identität geht, so Hauptmann Mall.

Nach der Messe hielt der Bundeskassier Major Franz-Josef Roner die Heldenehrung. Sein würdiges Gedenken an die Gefallenen und all jener welche für die Heimat große Opfer gebracht haben verband er gekonnt mit dem Aufruf, sich mit den Waffen des Geistes, für eine friedliche Zukunft in Freiheit und Unabhängigkeit einzusetzen!

Die Ehrenformation, gestellt von der Kompanie Salurn, feuerte unter dem Kommando von Oberleutnant Michael Faustin gekonnt die Ehrensalve ab.

Nach dem kurzen Abmarsch zum Nodin-Haus wurde dort die Jahreshauptversammlung des Schützenbezirkes Süd-Tiroler Unterland abgehalten.

Bezirksmajor Dr. Jürgen Werth konnte neben den Vertretungen aller Unterlandler Kompanien und der Schützenkapelle zahlreiche Ehrengäste begrüßen, unter anderem den Salurner Bürgermeister Roland Lazzeri und den Unterlandler Landtagsabgeordneten Oswald Schiefer sowie den Hausherren Thomas Weissensteiner, Obmann des Noldin-Hauses.

Im Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Jahr 2015 blickte der Bezirksmajor auf eine mehr als reichhaltige und durch und durch beeindruckende Tätigkeit zurück. Ein Höhepunkt folgte auf den anderen und während des Tätigkeitsberichtes, der mit Bildern noch einmal Emotionen weckte, fragte sich so mancher, wie das wohl alles gemeistert wurde. Es war wahrlich ein Jahr unter dem Motto „Puggeln für die Heimat“, wie Landeskommandant Elmar Thaler es anlässlich seines Grußwortes beim Bezirksschützenfest in Auer im Mai 2015 auf den Punkt gebracht hat. Neben den jährlich wiederkehrenden Tätigkeiten auf Bezirksebene und dem Besuch verschiedener Veranstaltungen, Feierlichkeiten und Gedenkfeiern inner- und außerhalb des Bezirks standen zweifelsohne die Organisation, Vorbereitung und Durchführung der noch bis 8. Mai 2016 laufenden Ausstellung „Zwischen Mythos und Realität – Tiroler Standschützen und Erster Weltkrieg“ in Auer sowie die Organisation und Ausrichtung des Bezirksschützenfestes in Auer im Mittelpunkt. Diese Höhepunkte wurden von den weiteren Höhepunkten, Aktion „An der Front“ sowie die Errichtung einer Fahnenstange und dem ganzjährigen Hissen einer Tiroler Fahne am geschichtsträchtigen Ort Castelfeder, ergänzt und sorgten dafür, dass von der Bezirksleitung, allem voran Bezirksmajor Jürgen Werth und seinem Stellvertreter Peter Frank, wie auch den Beiräten Armin Gschnell, Norman Ventura und Lukas Varesco mehr als voller Einsatz gefordert wurde. Selbige haben wahrlich Großartiges geschaffen und die Stimmung unter den Anwesenden war voll Motivation und Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben! Der Einsatz dieser Kerngruppe wurde während des Bezirkstages völlig zu Recht dankend und lobend hervorgehoben!

Der Kurator der Ausstellung Michele Simonetti Federspiel und Kamerad Thomas Winnischhofer, welcher unzählige Führungen durch die Ausstellung leitete, überbrachten ebenfalls den Dank für dieses Projekt an die Bezirksleitung und lobten den Einsatz und die Arbeit, welche von vielen Ausstellungsbesuchern, weit über das Unterland und auch die Sprachgrenzen hinaus, geschätzt und gelobt wird.

Die Jahreshauptversammlung setzte sich fort mit den Berichten der einzelnen Referenten.

Die stellvertretende Bezirksmarketenderin Evelyn Sanin, Schießreferent Hptm. Johannes Bortolotti, der Umweltreferent Anton von Elzenbaum, Bezirks-Jungschützenbetreuer Ltn. Peter Unterhauser, sowie Presse- und Exerzierreferent Martin Robatscher berichteten über die abgewickelte Tätigkeit der jeweiligen Referate.

Das bisher nicht besetzte Referat Kultur wird fortan von Matthias Gruber der SK Laag geleitet, welcher einstimmig in seiner Funktion bestätigt wurde. Selbiges gilt auch für Elisabeth Kofler von der SK Tramin, welche Peter Unterhauser bei der Führung des Jugendreferats unterstützen wird.

Der Schützenbezirk Süd-Tiroler Unterland nutzt den Bezirkstag auch stets für Kurzreferate. Der Obmann des Noldin-Hauses, Dr. Thomas Weissensteiner, erklärt in seinem Grußwort kurz die Entstehungsgeschichte des Noldin-Hauses, welche ganz klar unter einem Gesamttiroler Zeichen stand. Aktuell ist die Führung des Hauses eine Herausforderung und man ist mehr als bestrebt das Noldinhaus wieder zu einem Gesamttiroler Treffpunkt werden zu lassen.

Passend zu Josef Noldin, dessen Einsatz bekanntlich der Deutschen Sprache im Unterland galt, folgte das mitunter mahnende Kurzreferat der Bildungsreferentin des Südtiroler Schützenbundes Margareth Lun, die gekonnt die Problematik und vor allem auch die Gefahr des Immersionsunterrichtes veranschaulichte.

Nach den Kurzreferaten folgten die Grußworte der Ehrengäste. Bürgermeister Roland Lazzeri freute sich als deutscher Bürgermeister der Gemeinde Salurn die Unterlander Schützen willkommen zu heißen und zeigte sich erfreut, dass der Bezirkstag in Salurn abgehalten wurde. Landtagsabgeordneter Oswald Schiefer sprach neben Dankesworte für die Tätigkeit des Bezirks auch die Thematik Flughafen an. Seine Worte und Aussagen diesbezüglich zeigten klar und deutlich ein Ablehnung zu diesem Projekt und bestätigten somit die klare Meinung des allergrößten Teils der Unterlandler Bevölkerung zu dieser delikaten Thematik.

Die Bezirksmajore der Bezirke Vinschgau, Peter Kaserer, Burggrafenamt-Passeier, Andreas Leiter „Reber“ und Bozen, Lorenz Puff unterstrichen in ihren Grußworten die Verbundenheit der jeweiligen Bezirke zum Süd-Tiroler Unterland. Deren motivierende Worte in Hinblick auf die anstehenden Veranstaltungen und die Zukunft unserer Heimat fanden bei den Anwesenden großen Anklang.

Auch nach einem intensiven Jahr zeigte sich der Unterlandler Schützenbezirk wenig müde, ja eher noch geschlossener und entschlossener, voller Motivation und Engagement die anstehenden Aktivitäten, Aufgaben und Aktionen anzugehen und für die Heimat zu wirken. Dies alles getreu dem Unterlandler Leitspruch „ Geht nicht – gib’s nicht!“

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Schützenzeitung Nr. 1-2016
Sieglinde Lamprecht verstorben

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