Andreas-Hofer-Landesfeier: Für Freiheit und Unabhängigkeit

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MERAN – Die große Landesfeier im Gedenken an Andreas Hofer fand auch heuer wieder in Meran statt. Nachdem die Schützen im Gleichschritt zum Andreas-Hofer-Denkmal marschiert waren, hielt die katalanische Politikerin Anna Arqué i Solsona in ihrer Muttersprache die Festrede. Das Hauptthema ihrer Ansprache waren die Freiheit und die Selbstbestimmung. An die 1000 Teilnehmer – darunter viele in Zivil – wurden in Meran gezählt, welche aufmerksam der leidenschaftlichen Ansprache der Katalanin folgten.

Es ist der Mut, der Andreas Hofer ausgezeichnet hat. Der Mut, Unsicherheiten zu überwinden, und deshalb feiern wir ihn heute in Meran. Und dieser Mut soll uns Vorbild sein“, so Arqué, deren Rede von Bundesmarketenderin Verena Geier übersetzt wurde. Gleichzeitig erklärte Arqué Andreas Hofer als Vorbild für alle nach Unabhängigkeit strebenden Völker und fügte hinzu: „Andreas Hofers größter Sieg war es, für sein Volk, für sein Land und dessen Gebräuche einzustehen, dafür sein Leben zu geben, egal, wie stark der Feind auch sein möge. Und auch wir können heute für unser Anliegen einstehen, dafür gibt es keine Ausreden!“ Den größten Applaus erhielt die schöne Katalanin jedoch nach dem Aufruf an die Teilnehmer: „Catalunya no es Espana und Südtirol ist nicht Italien!“

Landeskommandant Elmar Thaler ging in seiner Begrüßungsrede auf den geplanten Grenzzaun am Brenner ein und stellte fest:

Würde es in Südtirol eine beträchtliche Anzahl von Bürgern mit der österreichischen Staatsbürgerschaft geben, wäre die Chance da gewesen, dass es sich Österreich zweimal überlegt hätte, zu Ungunsten der österreichischen Minderheit in Italien zu entscheiden. Und vielleicht eine andere Lösung als die Errichtung eines Grenzzauns am Brenner herbeigeführt hätte.“


In einem würdigen Wortgottesdienst mahnte Schützenlandeskurat Pater Christoph Waldner OT die Versammelten, wachsam zu sein, wo die alten Tiroler Gesetze in Gefahr seien, und stellte fest:

Dazu sind Gedenkfeiern, wie die heutige da: Um unseren Geist aufs Neue wachzurütteln! Um uns an unsere Wurzeln zu erinnern.“

Georg Simeoni, Vorsitzender des Alpenvereins Südtirol, überbrachte Grußworte in Vertretung aller Vereine und Verbände Südtirols. Er teilte all jenen Männern und Frauen seine Solidarität und Unterstützung mit, welche heute noch die Ideale und Werte des Tirolertums verteidigen und diese auch einfordern.

Nachdem die Schützenkompanie Meran eine exakte Ehrensalve abgefeuert hatte, wurden für die gefallenen Freiheitskämpfer Kränze niedergelegt. Die Landesgedenkfeier wurde von der Musikkapelle St. Nikolaus (Ulten) musikalisch mitgestaltet. Anschließend fanden im alten Meraner Kurmittelhaus Ehrungen für verdiente Mitglieder statt.

Bildergalerie

Video von der Gedenkrede von Anna Arquè i Solsona

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