Online-Petition zur Schließung des Bozner Flughafens

BOZEN – Erst vor einigen Wochen hat Egon Federspieler aus Brixen seine Online- Unterschriftenaktion zur Schließung des Bozner Flughafens gestartet. Was als Aktion eines einzelnen Menschen gestartet war, hat bereits die Unterstützung von mehr als 3.000 Südtirolerinnen und Südtiroler aller Volksgruppen erhalten.

Nachdem die ersten 700 Unterschriften eingetrudelt und die Landtagswahlen vorbei waren, bat Egon Federspieler Vereine, Verbände und Parteien um Mithilfe. Viele Gruppierungen sagten daraufhin ihre Unterstützung zu. Das Ziel? Je mehr Unterschriften, desto besser, so der Initiator, damit dieser Steuergeldfresser endlich geschlossen wird.

“Vor einigen Tagen habe ich angefangen verschiedene Südtiroler Politiker, Verbände und Vereine zu kontaktieren mit der Bitte, dieses Vorhaben zu unterstützen. Da ich ja kein Mitglied einer politischen Partei, eines Verbandes oder Vereines bin, staunten einige als sie diese Anfrage bekommen haben. Viele haben mir dann sehr freundlich aber mit ein wenig Verwunderung ihre Unterstützung zugesagt”, schreibt Federspieler in einer Aussendung.

“Jetzt ist es beinahe 14 Jahre her, dass der erste Flieger am Bozner Flughafen abgehoben ist. Monatlich verschlingt diese Struktur rund 400.000 Euro. Fast 80 Millionen Euro wurden bereits in den Sand gesetzt. Angesichts der immer größer werdenden Armut unter unserer Bevölkerung und dem immer weniger werdenden Landeshaushalt, bin ich überzeugt, dass eine Fortführung nicht länger verantwortbar ist. Mit diesem Geld könnte vielen Familien geholfen werden, etwa durch eine Reduzierung der Kindergartengebühren bzw. Schulmensagebühren. Selbstverständlich war auch die Verminderung des Lärms im Bozner Talkessel und im Unterland ein weiterer Grund, dass ich diese Aktion gestartet habe”, so Egon Federspieler.

Der Südtiroler Schützenbund unterstützt gerne diese Aktion und empfiehlt allen Kameraden und Freunden, diese Petition zu unterzeichnen”, so Umweltreferent Major Karl Kasseroller in einer ersten Stellungnahme.

Bereits im Jahre 2006 hat sich der Südtiroler Schützenbund für die Schließung des Flughafens ausgesprochen, auch wenn dieser laut Aussagen des Landeshauptmannes als Militärflughafen erhalten bleiben sollte. Aber auch dafür würden sich, mit etwas Einsatz der politisch Verantwortlichen, Lösungen finden lassen. Tirol hat mit Innsbruck bereits einen funktionierenden Flughafen, von dem auch viele Tiroler südlich des Brenners Gebrauch machen. Wozu also Unsummen von Steuergeldern in einen zweiten investieren?

Ebenso hatte der Südtiroler Schützenbund im Jahre 2009 dazu aufgerufen, an der Volksabstimmung (25.10.2009) teilzunehmen, als es um den Bozner Flughafen ging.

Hier geht es zur Online-Petition

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