Gedenkjahr 1363-2013: Rodenegg, eine Station des Wandels

RODENECK – Im Haus Rodank in Rodeneck wurde am Samstag, den 9. November 2013 eine Erklärungstafel zur Geschichte der Burg Rodenegg im 14. Jahrhundert und zum damit verbundenen Jubiläum “650 Jahre Tirol zu Österreich” enthüllt. Ursprünglich sollte der erste Teil der Zeremonie in der Burg stattfinden, doch der starke Regen brachte das Programm ein wenig durcheinander.

Für die gesamte Veranstaltung blieb man im Haus Rodank. Nach Begrüßung der Gäste durch Bezirksmajor Helmut Oberhauser und den Grußworten des Rodenecker Bürgermeisters Klaus Faller wurde die Bronzetafel mit Erklärungen zur Geschichte der Burg Rodenegg enthüllt. Nach dem Tod des einzigen Tiroler Erben, Herzog Meinhard III. am 13. Jänner 1363, versuchten einflussreiche Tiroler Adelige, die Situation der Landesfürstin Margarete Maultasch auszunutzen, um sich weitgehende Privilegien zu sichern. Rudolf IV. von Habsburg wollte dieser Entwicklung entgegensteuern und reiste umgehend nach Bozen. Am 18. Jänner 1363 machte er, von Lienz kommend, Station auf der Burg Rodenegg. Schon wenige Tage danach, am 26. Jänner, kam es zur Ausstellung der berühmten “Übergabsurkunde”, in der Margarete Maultasch ihr Erbe den Habsburger Herzögen und Brüdern Rudolf, Albrecht und Leopold zu Lebzeiten übertrug.

Bei der Feier am Samstag sprachen der Präsident der Südtiroler Schlösserstiftung, Helmut Rizzolli, und der Altlandeshauptmann von Tirol, Wendelin Weingartner, erläuternde Worte zu den für Tirol richtungweisenden Ereignissen im betreffenden Jahrhundert. Julia Hörmann-Thurn und Taxis präsentierte einen historischen Überblick über die Entwicklung und die maßgeblichen Rahmenbedingungen in dem so wichtigen und zukunftsweisenden Jahr 1363. Im Namen ihres Mannes und der Mitbesitzer, der Grafen Wolkenstein, bedankte sie sich, dass das Schloss Rodenegg dank der Initiative des Schützenbezirks Brixen als Ort des Gedenkens besondere Beachtung erfährt.

Wir sehen das als Aufwertung für das Schloss und seine Geschichte und es zeigt, und das ist uns besonders wichtig, die enge Verbundenheit des Ortes mit seinem Schloss. Vielen Dank dafür”, sagte Julia Hörmann-Thurn und Taxis.

Nach dem Besuch der Vorabendmesse, die Prodekan Florian Kerschbaumer zelebrierte, trafen sich die Gäste, Mitglieder der Schützenkompanie Rodeneck und Schützenprominenz aus nah und fern zu einem abschließenden Umtrunk wieder im Haus Rodank. Die Veranstaltung wurde musikalisch durch die Musikkapelle Rodeneck mitgestaltet.

Die Gedenktafel

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