Bericht zur Diskussionsrunde “Wählen! – aber wen?”

GAIS – In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Schützenbund hat die Schützenkompanie Gais am Freitag, den 30. August 2013 im Saal der Feuerwehrhalle Gais zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Im Hinblick auf die im Herbst stattfindenden Wahlen stand das Thema der Diskussion unter dem Motto “Wählen! – aber wen?” Die Kandidaten Philipp Achammer (Südtiroler Volkspartei), Pius Leitner (Die Freiheitlichen), Eva Klotz (Südtiroler Freiheit), Andreas Pöder (Listenbündnis BürgerUnion – Ladins – Wir Südtiroler) und Hans Heiss (Verdi Grüne Verc) haben kurz ihr Wahlprogramm vorgestellt und sich der Diskussion und den Fragen des Publikums gestellt.

Der Moderator und Diskussionsleiter Alfred Mair gab auch der zahlreich erschienen Bevölkerung das Wort. Das Publikum konnte direkt Fragen an die anwesenden Kandidaten stellen und ihre Meinungen zu den verschiedenen Themen im Land befragen.

Am wichtigsten schienen hier dem Publikum Fragen zur Sicherung der Arbeitsplätze, soziale Themen, dem SEL-Skandal und über die Zukunft Südtirols (Selbstbestimmung, Wiedervereinigung Tirols, Freistaat und Vollautonomie). Wobei sich hier in erster Linie die SVP für einen Ausbau der Autonomie(u.a. in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht) stark machen will. Aber auch die Grünen sehen derzeit nur das Modell der Autonomie als einzige Option. Höchste Zeit für die Loslösung von Italien sei es, so Eva Klotz von der Südtiroler Freiheit. Spätestens seit Beginn der Wirtschaftskrise spüre jeder einzelne Südtiroler die Misswirtschaft Italiens nun auch am eigenen Geldbeutel. Zu sprechen kam sie auch auf das Referendum zur Selbstbestimmung und appellierte an die Bevölkerung, möglichst zahlreich daran teilzunehmen. Pius Leitner meinte zu diesem Thema, die Autonomie sei zwar eine gute Lösung, aber nur für eine begrenzte Zeit. Es müsse darüber hinaus weiter gedacht werden, was danach folge und wie sich Südtirol von Italien lösen könne. Die Freiheitlichen stehen hier zum Modell des Freistaates.

Ziel der Veranstaltung war es, dass sich die Bevölkerung mit den Programmen der Parteien und Meinungen der Kandidaten  befasst und schlussendlich bei den Wahlen eine Entscheidung für eine möglichst auch langfristig gute Zukunft des südlichen Tirol treffen kann.

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