“Sinnvolles Raumordnungsgesetz” gefordert

BOZEN – Der Südtiroler Schützenbund unterstützt die Petition “Sinnvolles Raumordnungsgesetz” der “Aktion Heimat” und ruft alle Schützen und Landsleute auf, diese Petition zu unterzeichnen und zu verbreiten.

Die Initiative “Aktion Heimat”, ein Zusammenschluss des Schützenbezirks Pustertal, des Heimatpflegeverbandes und des ASGB hat auf change.org eine Internet-Petition für ein besseres Raumordnungsgesetz ins Leben gerufen. Die Bevölkerung wird aufgerufen, sich mit ihrer Unterschrift für ein sinnvolles Raumordnungsgesetz einzusetzen.

Hier geht’ s zur Petition

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“In Südtirol – und ganz besonders in vielen Orten des Puster-, Grödner und Gadertales – werden immer mehr Wohnungen an Personen aus anderen Provinzen und Ländern verkauft. Kurzsichtige Gewinnsucht und Gewinnmaximierung sind die Triebfedern für diese einschneidende Entwicklung. In Innichen, Toblach und Niederdorf ist bereits jede 3. Wohnung ein Freizeitwohnsitz. In Corvara und Welschnofen gibt es sogar mehr Zweitwohnungen als ständig bewohnte Wohnungen und südtirolweit gibt es gar 11.500 Zweitwohnungen. In Tourismusgegenden der Dolomiten kommen deren Besitzer zu 90 Prozent aus Italien – ohne Südtirol”, erklärt die Initiative “Aktion Heimat” im Rahmen der Online-Petition.

Folgende Forderungen werden aufgestellt:

  • Einführung einer Maßnahme wie im Tiroler Raumordnungsgesetz: Dort wird die Anzahl der Freizeitwohnsitze auf maximal acht Prozent je Gemeinde festgelegt.
  • Radikal höhere Besteuerung von touristisch genutzten Zweitwohnungen. Das komme den Gemeinden und somit den Ansässigen zugute.
  • Einbau von Hürden für die Erlassung von Ansässigkeiten.
  • Abschaffung der Möglichkeit des Freikaufes von der Konventionierungspflicht.
  • Raumordnungsverträge sollten einen Tauschhandel gegen freie Wohnkubatur nicht zulassen.
  • Festschreibung der dauernden Konventionierung geförderter Wohnungen und der gastgewerblichen Zweckbindung von Hotelkubaturen.
  • In gewissen Gebieten sollten vorbeugend alle Wohnbauten samt dem Bestand zu 100 Prozent konventioniert und damit den Einheimischen vorbehalten werden – zumindest für einen bestimmten Zeitraum, so die Aktion Heimat.

Die Petition ist direkt an Landeshauptmann Luis Durnwalder gerichtet.

Major Karl Kasseroller,
Referent für Umwelt- und Heimatschutz

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Tradition und Heimat erhalten
FAZ über Südtirol – Europas rebellische Regionen

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