Am Samstagnachmittag wurde dieser Kampf um die Ladritscher Brücke, zwischen Aicha und Franzensfeste, nachgestellt. An der Inszenierung am historischen Originalschauplatz waren Schützen aus dem Raum Brixen sowie das Zweite Bayerische Chevaulegers-Regiment und das Dritte Österreichische Infanterieregiment beteiligt.
Am Sonntagmorgen versammelten sich über 2000 Schützen aus ganz Tirol sowie aus Bayern, um dem Festakt der feierlichen Rückgabe dieser erbeuteten Fahne beizuwohnen. Nach dem Landesüblichen Empfang auf dem Festplatz in Aicha zelebrierte Prälat Josef Obermeier vom Münchner Domkapitel die Feldmesse. Als Ehrenkompanie fungierte die Schützenkompanie Reichenau/Innsbruck. Musikalisch umrahmt wurde die Messe von der Musikkapelle Aicha und der Musikkapelle Steingaden aus Bayern. Anschließend wurde zur Festung marschiert.
Dort begrüßte zunächst der Hauptmann der Schützenkompanie „Peter Kemenater“ Schabs, Roland Seppi, alle Anwesenden, darunter zahlreiche Ehrengäste. Neben dem bayerischen Staatsminister Marcel Huber, Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, dem Landtagspräsidenten Herwig van Staa, den Landtagsabgeordneten Martha Stocker, Pius Leitner, Roland Tinkhauser und Sven Knoll wohnten auch die Landeskommandanten Mjr. Elmar Thaler (SSB), Mjr. Fritz Tiefenthaler (BTSK), Mjr. Paolo Dalprà (WTSB) sowie der Landeshauptmann der Bayrischen Gebirgsschützenkompanien Karl Steiniger der Feier bei.
In seiner Festansprache bezeichnete Staatsminister Marcel Huber die Fahnenrückgabe als ein Fest der Verbrüderung und Versöhnung, als „ein historisches Ereignis, weil sie eine unheimliche Symbolkraft hat. Die Fahne ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir heute in Freundschaft und Verbrüderung leben.“
Wir sind überzeugt, dass wir ein Recht auf Unabhängigkeit haben“ (Luis Durnwalder)
Für großes Aufhorchen sorgte anschließend Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder in seinem Grußwort. „Wir sind überzeugt, dass wir ein Recht auf Unabhängigkeit haben“, rief er in gewohnt stimmgewaltiger Manier in die Menge. Im Hinblick auf die Fahnenrückgabe meinte Durnwalder, dass die Tiroler und Bayern aus demselben Holz geschnitzt seien, weil sie gemeinsame Werte, Traditionen, Sitten und Bräuche haben, an denen sie festhalten. Die Fahnenrückgabe sei ein Zeichen der Freundschaft.