Bezirkstag im Süd-Tiroler Unterland

„Gedanken über die Zukunft unseres Landes“

KURTATSCH – Der Schützenbezirk Süd-Tiroler Unterland hielt am Samstag, den 23. März 2013 seinen Bezirkstag ab. Nach der Aufstellung und der Frontabschreitung durch Landeskommandant Major Elmar Thaler und Viertelkommandant Bundesmajor Christian Meischl marschierten die Fahnenabordnungen der 12 Kompanien und der Schützenkapelle „Freiherr von Cazan“ zur Pfarrkirche, wo Hochwürden Franz-Josef Campidell die heilige Messe zelebrierte.

Im Anschluss daran wurde beim Kriegerdenkmal der im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden und aller Gefallenen gedacht. Die Gedenkrede hielt die Historikerin Dr. Margareth Lun. Die Kompanie Kurtatsch unter dem Kommando von Hptm. Jörg Gruber feuerte eine Ehrensalve ab, und unter den Klängen des „Guten Kameraden“ durch die Bläsergruppe der Musikkapelle Kurtatsch wurde ein Kranz niedergelegt.

Zur anschließenden Versammlung im Bürgerhaus begrüßte Bezirksmajor Jürgen Werth alle Marketenderinnen und Kameraden. Zu den Ehrengästen gehörten der örtliche Bürgermeister Martin Fischer, die Frau Bürgermeister von Margreid Theresia Degasperi Gozzi, der Bürgermeister von Altrei Hartwig Lochmann, der Präsident der Bezirksgemeinschaft Oswald Schiefer, der Landeskommandant Major Elmar Thaler, der Viertelkommandant Bundesmajor Christian Meischl, der Kulturreferent des SSB Günther Morat, Ehrenmajor Hubert Straudi, der Ehrenlandeskommandant Paul Bacher und Bezirksvertreter von anderen Verbänden.

Bezirksmajor Jürgen Werth gab einen detaillierten Tätigkeitsbericht des vergangenen Jahres ab. Dieser wurde durch Bilder der einzelnen Veranstaltungen veranschaulicht. Die wichtigsten Ereignisse waren zweifellos die Ausrichtung der Andreas-Hofer-Gedenkfeier 2012 in Mantua und vor allem der Freiheitsmarsch im April. Letztere Veranstaltung war ein besonderes Erlebnis für jene, die dabei waren, und für den Schützenbund ein großer Erfolg.

Anschließend folgten der Bericht der Kassarevisoren und die Entlastung des Bezirkskassiers Alexander Gruber. Nach den Berichten der Bezirksreferenten, die allesamt eine gute und lebhafte Aktivität im Bezirk bezeugten, ging das Wort an die Mitglieder der SOKO „Tatort Alto Adige“, der Arbeitsgruppe Toponomastik im Südtiroler Schützenbund.

Nach der Einleitung durch E-LKdt. Paul Bacher als Vertreter der SOKO Tatort „Alto Adige“ führte Roland Ventir in seinem Impulsreferat in die sprachgeschichtliche Entstehung der Ortsnamen ein. Anschließend erläuterte Günther Morat die biografischen Hintergründe Ettore Tolomeis und analysierte dessen Vorgangsweise bei seinem Vorhaben, Südtirol flächendeckend zu italianisieren. Über die rechtlichen Grundlagen der Toponomastik und die Handhabung der Ortsnamenfrage in anderen europäischen Minderheitengebieten klärte schließlich Margareth Lun auf.

Wir machen uns Gedanken über die Zukunft unseres Landes“ (Jürgen Werth)

Mit den Worten „Wir machen uns Gedanken über die Zukunft unseres Landes“ begann Bezirksmajor Jürgen Werth seinen Beitrag über das Unabhängigkeitsfest am 18. Mai in Meran. „Eine Veranstaltung mit dem Charakter eines Volksfestes, wo positive Stimmung vermittelt wird, mit dem Ziel, die Menschen für mehr Freiheit und Unabhängigkeit zu sensibilisieren und vor allem zu motivieren“, so Werth.

Grußbotschaften überbrachten Landeskommandant Elmar Thaler, Viertelkommandant Christian Meischl, der Präsident der Bezirksgemeinschaft Oswald Schiefer und der Kurtatscher Bürgermeister Martin Fischer. Mit dem Singen der Landeshymne klang der Bezirkstag aus.

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