Gedankenaustausch zwischen SSB und Dr. Arno Kompatscher

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BOZEN – In der Bundeskanzlei des Südtiroler Schützenbundes kam es kürzlich zu einem Gedankenaustausch zwischen dem Präsidenten des Südtiroler Gemeindeverbandes Dr. Arno Kompatscher und den Spitzen des Südtiroler Schützenbundes.

Europa braucht jetzt nicht Bedenkenträger, sondern Bannerträger, nicht Zauderer sondern Zupacker, keine Getriebenen, sondern Gestalter“

Landeskommandant Elmar Thaler eröffnete das Gespräch mit einem Zitat aus der kürzlich von Bundespräsident Joachim Gauck gehaltenen Rede zu den „Perspektiven der europäischen Idee“: „Europa braucht jetzt nicht Bedenkenträger, sondern Bannerträger, nicht Zauderer sondern Zupacker, keine Getriebenen, sondern Gestalter“. Gleiches gelte im selben Maße auch für die Zukunft Süd-Tirols.

Zur Sprache kamen in der gut zweistündigen Unterredung viele schützenrelevante Themen, wie die Toponomastik, die doppelte Staatsbürgerschaft und der Ausverkauf der Heimat durch Zweitwohnungen. Für den Südtiroler Schützenbund ist und bleibt aber der größte Hemmschuh die Zugehörigkeit Süd-Tirols zu Italien. Anstatt dass Unternehmen unser Land als tollen Wirtschaftsstandort wahrnehmen, erdrücken Bürokratie und Steuern jede Entwicklung. Die Folge sind Abwanderung und der damit einhergehende Abfluss von Kapital und Know-how. Und nicht nur für Arbeitgeber sei Italien ein Klotz am Bein. „Bei gleichem Lohnniveau und 10% höheren Lohnnebenkosten verdient ein Süd-Tiroler Arbeitnehmer 10% weniger – und das bei ungleich höherem Steuerdruck“, stellten die Schützen fest. Der Freiheitswillen der Süd-Tiroler werde auch aufgrund dieser Gründe nicht mehr länger zu unterdrücken sein. Was gestern noch Utopie war, könne morgen bereits Realität werden. „Es liegt in der Hand des zukünftigen Landeshauptmannes, hier ein Zeichen zu setzen. Anstatt ein Verwalter der Leistungen seiner Vorgänger zu sein, könnte ein neuer Landeshauptmann durchaus dessen Leistungen sogar in den Schatten stellen“, ist Mjr. Thaler überzeugt.

Der Landeskommandant zeichnete anschließend auf innovative Art und Weise eine Version der Idealvorstellungen für die Zukunft unserer Heimat nach, die durch den Fleiß ihrer Bewohner, aber auch durch den Mut einer neuen Politikergeneration so sei.

Alle, die unsere Meinung hören wollen, sind herzlich willkommen“

Die Schützenleitung verwies darauf, dass man sich in den nächsten Monaten und Jahren massiv für die Loslösung von Italien einzusetzen werde. Es gehe dabei nicht darum, ethnische Konflikte zu schüren. Nationalistische Denkmuster gehörten sowieso der Vergangenheit an, so Thaler.

Abschließend betont der Südtiroler Schützenbund, dass dieser Meinungsaustausch nicht ein Einzelfall bleiben solle. „Alle, die unsere Meinung hören wollen, sind herzlich willkommen“, so Thaler abschließend.

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Straße im Dorfzentrum nach Andreas Hofer benannt
Konsequent – im doppelten Sinn

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