Ehemalige Alpini beim Brunecker Faschistendenkmal

BRUNECK – Die Alpiniveteranen von Bruneck haben gemeinsam mit Vizebürgermeister Renato Stancher (Pdl) am Freitag, den 2. November 2012 einen Kranz vor dem faschistische Kriegsverbrechen glorifizierenden Denkmal in Bruneck niedergelegt.

Erst kürzlich wurde vom Gemeinderat von Bruneck der Text für die erklärende Tafel an diesem Denkmal genehmigt, in dem es am Ende heißt: „[…] Für die Anderen gilt es nach wie vor als Verherrlichung des Faschismus und seiner Kriege sowie als Symbol der damaligen Unterdrückung der lokalen Bevölkerung“. Dieser Textpassage hatte auch der italienische Vizebürgermeister Renato Stancher zugestimmt. Umso mehr stößt Stanchers Verhalten nun auf Unverständnis, so der Südtiroler Schützenbund in einer Aussendung.

Sowohl von Seiten der Alpini als auch von Seiten des Vizebürgermeisters von Bruneck, Renato Stancher wird immer wieder behauptet, dass das Völkermorddenkmal zu Ehren aller gefallenen Alpini errichtet worden sei. Mittlerweile konnte diese falsche Behauptung anhand von einer Erinnerungsmedaille, welche von den Alpini selbst im Jahre 1968 angefertigt wurde, glaubhaft widerlegt werden. Darauf ist unmissverständlich vom wiedererrichteten „Monumento Alpino alla Divisione Pusteria – rifatto 1968 nuovo“ di Rede. Zu Deutsch „Alpinidenkmal zu Ehren der Divisione Pusteria – wiedererrichtet 1968 neu“.

Der Südtiroler Schützenbund erinnert daran, dass die Divisione Pusteria an Kriegsverbrechen in Abessinien beteiligt war. Der Südtiroler Schützenbund fordert alle Parteien dazu auf, Gefallenenehrungen an faschistischen Denkmälern zu verurteilen und dafür Sorge zu tragen, dass die Kranzniederlegung an solchen Orten bei Strafe verboten wird.

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