Fahnenweihe der Schützenkompanie Goldrain

GOLDRAIN – Am Sonntag, den 22. Juli 2012 hat die Schützenkompanie Goldrain im Beisein vieler Schützenabordnungen aus Nah und Fern ihre neue Kompaniefahne feierlich geweiht.

Die Kompanie wurde bereits im Jahr 1897 gegründet und erhielt ihre erste Kompaniefahne im Jahre 1907 auch dank kräftiger finanzieller Unterstützung des Wiener Hofes. Fahnenpatin war damals Frau Dr. Tinzl aus Schlanders. Nach dem ersten Weltkrieg musste die Fahne dann lange Zeit versteckt werden. Dazu diente ein Felsloch in den Latscher Wänden. Die Witterung und Feuchtigkeit haben der Fahne arg zugesetzt.

Nach der Wiedergründung der Schützenkompanie Latsch im Jahre 1959 wurde auch die Goldrainer Schützenfahne aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt, denn die Goldrainer waren damals Teil der Latscher Kompanie. 1969 gingen die Goldrainer dann eigene Wege und es kam zur Wiedergründung der Schützenkompanie Goldrain. Mit den Latscher Schützen besteht immer noch eine sehr enge Verbindung, genauso wie mit den Morterer Schützen.

1977 musste die erste Fahne dann grundlegend restauriert werden. Fahnenpatin war damals Frau Frieda Steinkeller. Die Zahl der Ausrückungen hat im Laufe der Jahre ständig zugenommen. Dies hat auch seine Spuren an der alten Fahne hinterlassen. Schließlich entschied man sich, eine neue Fahne anzufertigen, um die alte Fahne in ihrem derzeitigen Zustand für die Nachwelt erhalten zu können.

Am vergangenen Sonntag war es dann soweit und die neue Kompaniefahne konnte endlich ihrer Bestimmung übergeben werden. Dabei war es bis zum Schluss spannend, denn die Fahne wurde erst am Abend des Vortages geliefert, was einige schon befürchten ließ, man werde bei der Fahnenweihe am Ende ohne Fahne dastehen. Aber zu guter Letzt ging dann doch alles gut.

Frühmorgens wurde die Dorfbevölkerung durch Böllerschüsse geweckt. Um 8.45 Uhr erfolgte die Aufstellung in der Graf-Hendl-Straße mit anschließender Frontabschreitung.

Dann erfolgte der Abmarsch über die Schlossstraße zur Feldmesse auf der Lahn, voran die Ehrengäste mit der Bezirksfahne, dahinter die Ehrenkompanie Prutz-Faggen unter Trommelklang, gefolgt von der Jubelkompanie Goldrain und Abordnungen der Feuerwehr und der Frontkämpfer, dahinter die Musikkapelle Goldrain-Morter mit Spiel und Klang, danach die Abordnungen der Schützen aus dem Burggrafenamt, zuletzt die Vinschger Schützenkompanien getrennt nach den Bataillonen Josef Stecher (Obervinschgau) und Martin Theimer (Untervinschgau).

Nach alter Tradition begingen die Schützen diesen Freudentag mit einer Feldmesse, zelebriert von Hochwürden Franz Eberhöfer. Die Ehrensalve wurde von der Schützenkompanie Prutz-Faggen geschossen. Nach der Messfeier wurde dann die neue Kompaniefahne gesegnet und von Fahnenpatin Astrid Rainer feierlich an die Kompanie übergeben. Im Anschluss daran erneuerte die Schützenkompanie Goldrain ihren Fahneneid und gelobte feierlich sich auch weiterhin für Glauben, Heimat und Tradition einzusetzen und allen Schützenkameraden brüderlich zu begegnen.

Die Heldenehrung für die verstorbenen Schützenkameraden, Kriegsteilnehmer und Freiheitskämpfer erfolgte durch ein schlichtes aber ergreifendes gemeinsam gebetetes Vaterunser. Die Ehrenkompanie Prutz-Faggen feuerte dabei eine Ehrensalve ab.

Nach den Grußworten der Ehrengäste und der eindringlichen Festansprache von Bezirksmajor Peter Kaserer bedankte sich Hauptmann Arno Rainer von der Schützenkompanie Goldrain noch bei allen Helfern und Teilnehmern an der Fahnenweihe.

Abschließend erfolgte der Abmarsch zum Schießstand mit der Defilierung unterhalb des Festplatzes, wo die Ehrengäste bereits auf den Vorbeimarsch des Festzuges warteten. Nach der gelungenen Fahnenweihe wurde noch von Mittag bis in den Abend hinein kräftig gefeiert, begleitet von einem Konzert der Musikkapelle Goldrain-Morter und Tanzmusik.

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