Bozner Bürgermeister widerspricht sich – Schützenbund lädt Spagnolli zum Mitmachen ein

BOZEN – Mit seiner Aussage, der Südtiroler Schützenbund würde alle Alpini als Faschisten sehen und ihr Treffen zum Muttertag 2012 in Bozen mit dem Marsch auf Rom vergleichen, liegt Bozens Bürgermeister Spagnolli weit neben der Wahrheit. Weder das eine noch das andere hat der Schützenbund im Zusammenhang mit dem für 24. April angekündigten Protestmarsch verlautbart. Es ist unstattlich, wenn der Bürgermeister der Stadt Bozen mit Unwahrheiten nun versucht, ein schiefes Licht auf einen Verband zu werfen, dem immerhin das gelungen ist, wozu er und seine Vorgänger in den letzten 50 Jahren sich nicht durchringen konnten. Nämlich das Mussolinirelief in Bozen zum Thema zu machen und dessen Entfernung von einem öffentlichen Gebäude einzuleiten.

Diese schlichtweg falschen Unterstellungen, die nebenbei unnötig Öl ins Feuer gießen, solle Spagnolli unmittelbar richtig stellen, so der Schützenbund in einer Aussendung. Gleichzeitig äußert der SSB sein Unverständnis darüber, dass nun plötzlich eine Kundgebung gegen faschistische Denkmäler nicht mit einem darauffolgenden Treffen der Alpini vereinbar sein solle. Alle Menschen, egal welcher politischen Richtung, sollte es ein Anliegen sein, das Relief eines der größten Verbrecher des 20. Jahrhunderts vom Finanzgebäude zu entfernen. Daher ruft der Schützenbund dazu auch den Bürgermeister der Stadt Bozen und alle Verantwortungsträger im Land auf, sich an der Kundgebung zu beteiligen und diese vor allem mitzugestalten.

Ein erster Schritt, welcher den Worten der Abneigung gegen das Mussolinirelief auch glaubhaften Taten folgen lassen könnte, wäre das Abschalten der nächtlichen Beleuchtung des Riesenreliefs. Das würde Spagnollis Ansichten weit glaubhafter und nachhaltiger machen, als eine zufällige Verdeckung durch eine Tribüne am Tag des Alpiniaufmarschs. Der Südtiroler Schützenbund wünscht dem Bozner Bürgermeister dazu endlich den nötigen Mut.

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